Weiterbildung Institut für Wirkungsvolle Sozialarbeit e.V.

Weiterbildung und Beratung zur Jugendhilfe


Tagesseminar für Leiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes

» Grundlagen einer professionellen Einzelfallsteuerung der Hilfen zur Erziehung

Präzise Beauftragung und konsequente Kontrolle

Die meisten ASDs stehen gegenwärtig aufgrund massiv steigender Ausgaben in den Hilfen zur Erziehung unter starken Kosten- und Legitimationsdruck. Trotz großer Anstrengungen, nimmt der Hilfebedarf in Quantität und Qualität zu. Durch eine gleichzeitig steigende Zahl an Gefährdungsmeldungen hinsichtlich des Kindeswohls und einer teils chronischen Überlastung, werden immer mehr Hilfen ungenügend geplant, beauftragt und kontrolliert. Dieser Umstand verursacht noch mehr steigende Kosten verbunden mit noch weniger Kontrolle über die Wirksamkeit und Effizienz der einzelnen Hilfe. Alte Lösungsmuster, wie Budgets für einzelne Mitarbeiter oder pauschale Vergaben von Hilferessourcen (z.B. SPFH max. 7 Stunden die Woche) werden die Probleme verschärfen. Es wird für den ASD in den kommenden Jahren keine Möglichkeit geben Geld einzusparen. Die einzige Chance dem Kostendruck zu widerstehen besteht darin, zur eigenen Fachlichkeit zurückzufinden, d.h. jede einzelne Hilfe in Bezug zu deren Wirksamkeit und Effizienz, nachweislich konsequent zu steuern.

Inhalte des Seminars:

  • Einordnung und Abgrenzung des Prozesses der Planung einer Hilfe zur Erziehung
  • Bedarfsprüfung und Darstellung der zwingenden Notwendigkeit einer Hilfe
  • Anforderungen und Prozess der Entwicklung messbarer Hilfeziele
    (Sorgeberechtigte, Kinder, Jugendliche)
  • Bestimmung einer schlüssigen Geeignetheit der Hilfe und der erforderlichen Ressourcen
    (z.B. SPFH)
  • Kontrolle der Hilfe und Durchführung von konstruktiven Hilfeplangesprächen
  • Interventionsmöglichen bei Problemen in laufenden Hilfen




Kurzseminar für Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes

» Sicheres Handeln im Kinderschutz

Grundlagen für ein fachlich qualifiziertes Handeln in der Wahrnehmung des Schutzauftrages

Das Handeln im Schutzauftrag ist ein anspruchsvoller wie brisanter Prozess. In kurzer Zeit müssen Entscheidungen zu Gunsten der Sicherheit eines Kindes / Jugendlichen getroffen werden. Schon in dem Moment, in dem eine entsprechende Gefährdungsmeldung für ein Kind / Jugendlichen im Allgemeinen Sozialen Dienst eingeht, beginnt der Schutzauftrag.
Der jeweilige verantwortliche Mitarbeiter handelt ab sofort im staatlichen Wächteramt und befindet sich in der Garantenpflicht. Um dieser Verantwortung zum Schutz des Wohlergehens eines Kindes / Jugendlichen nachzukommen und den eigenen Schutz sicherzustellen, bedarf es eines ausgesprochen qualifizierten Handelns.
Entsprechend dieser Prämissen erhalten Sie in diesem Seminar einen präzisen praxis- und handlungsorientierten Plan sowie die dazugehörigen Methoden, um fachlich – qualifizert in der Wahrnehmung des Schutzauftrages, zu handeln. Die Inhalte basieren auf dem von uns entwickelten Handlungsstandard, den wir in unserem Buch „Verfahren zur Prüfung angezeigter Gefährdungen von Minderjährigen im Kontext des §8a SGB VIII“ veröffentlich haben.

Inhalte des Seminars:

  • Funktion und Verantwortung im staatlichen Wächteramt
  • Abgrenzung zu anderen zentralen Aufgaben des ASD
  • Anforderungen an ein fachlich-qualifiziertes Verfahren zur Prüfung der Gefährdung Minderjähriger
  • Einschätzung des Gefährdungsrisikos
  • Bestimmung einer notwendigen und geeigneten Maßnahme auf Grundlage der Verhältnismäßigkeit
  • Aufbau und Arbeit mit Schutzkonzepten




Kurzseminar für Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes

» Bestimmung von eindeutigen Entwicklungszielen im Rahmen der Planung einer Hilfe zur Erziehung


Als Mitarbeiter/in des ASD gehört es zu Ihren zentralen Aufgaben eine Hilfe zur Erziehung zu planen, zu organisieren und die erfolgreiche Umsetzung Ihres Auftrages zu kontrollieren bzw. sicher zu stellen.
Im Mittelpunkt einer Beauftragung im Rahmen einer Hilfe zur Erziehung steht die Umsetzung von Entwicklungszielen der entsprechenden Hilfeempfänger, wie Eltern bzw. Sorgeberechtigten und deren Kinder bzw. Jugendlichen. Entwicklungsziele für Sorgeberechtigte betreffen die Verantwortungsbereiche Fürsorge und Erziehung. Für Kinder und Jugendliche müssen die angestrebten Entwicklungsziele dazu führen, dass Sie Ihre Entwicklungsaufgaben, die vor Ihnen liegen bestmöglich bewältigen können.
Somit bilden die angestrebten Entwicklungsziele immer die Kompetenzen ab, die durch eine sozialpädagogische Hilfe verwirklicht werden sollen. Normalerweise müssen diese Kompetenzen durch den Leistungserbringer (freien Träger) gemeinsam mit den Klienten so erarbeitet werden, dass diese eindeutig und messbar sind. Da dies in der Praxis kaum erfolgt, liegt es in der Verantwortung des ASD die Ziele seines Auftrages so präzise wie möglich zu fassen. Nur so entsteht ein Mindestmaß an sinnvoller Kontrolle der Wirksamkeit einer Hilfe. Erst dann kann in den entsprechenden Hilfeplangesprächen vorrangig zu den zentralen Fragen reflektiert werden:

Inhalte des Seminars:

  • Grundlagen und Arbeitsphasen der professionellen Fallsteuerung
  • Arbeitsschritte im Planungsprozess der Hilfen zur Erziehung und Hilfeperspektiven
  • Problemdarstellung zur Begründung der Notwendigkeit einer Hilfe
  • Logische Bestimmung der Hilfeziele und der erforderlichen Kompetenzen für die Hilfeempfänger
  • Durchführung eines zielorientierten Auftragsgespräches
  • Reflexion der angestrebten Hilfeziele in Hilfeplangesprächen
  • an praktischen Beispielen Übung – Bestimmung eindeutiger Hilfeziele




Intensivkurs zur systemisch-lösungsorientierten Beratung

» Systemisch - lösungsorientierte Beratung (SLOB)

Curriculum der berufsbegleitenden Weiterbildung

In dieser berufsbegleitenden Weiterbildung erhalten Sie praktikable und schnell umsetzbare Methoden und Werkzeuge für die Beratungspraxis im Eingangsmanagement, der Beratung im Kontext von Trennung-Scheidung-Umgang und für die Gesprächsführung mit den Eltern wie Kindern bei der Planung von Hilfen.
In diesem Intensivkurs erlernen Sie das „Handwerk“ der Systemisch-lösungs-orientierten Beratung. Sie werden in der Lage sein, Menschen in unterschiedlichsten Problemlagen und Kontexten systematisch, Schritt für Schritt zu eigenen passenden Lösungen zu führen. Was charakterisiert die Systemisch-lösungsorientierte Beratung (SLOB) nach dem modell des iWS? In der systemisch-lösungsorientierten Beratung steht die lösung im Vordergrund der Reflexion. D.h. uns interessieren die Vorstellungen des Klienten zu seinen Zielen, den bisherigen Erfolgen, seinen Ressourcen sowie dem nächsten kleinsten Schritt. Diese Vorstellungen lassen wir dadurch entstehen, dass wir den Klienten gezielt und systematisch nach diesen Themen fragen. In unserem lösungsorientierten Ansatz sichern wir somit eine hohe Autonomie des Klienten und einen effizienten sowie stärkenden Interviewprozess.

Inhalte des Seminars:

  • Spezifik und Arbeitsweise der SLOB
  • kooperative Arbeitsbeziehung gestalten und Auftrag klären
  • präzise und umfassende Ziele bestimmen
  • Entdecken und Nutzbarmachen umfangreicher Ressourcen
  • Entwerfen konstruktiver Anregungen
  • Praxisreflexion und Supervision
  • Beratungen von Menschen in unterschiedlichen Motivationslagen
  • Live-Beratungen von Klienten
  • lösungsorientierte Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Anwendung von Methoden und Werkzeugen von SLOB in unterschiedlichen Kontexten, wie der Sozialpädagogik und der Führung von Menschen