Weiterbildung Institut für Wirkungsvolle Sozialarbeit e.V.

Kurzseminar für Mitarbeiterinnen des Allgemeinen Sozialen Dienstes

» Bestimmung von eindeutigen Entwicklungszielen im Rahmen der Planung einer Hilfe zur Erziehung


Als Mitarbeiter/in des ASD gehört es zu Ihren zentralen Aufgaben eine Hilfe zur Erziehung zu planen, zu organisieren und die erfolgreiche Umsetzung Ihres Auftrages zu kontrollieren bzw. sicher zu stellen.
Im Mittelpunkt einer Beauftragung im Rahmen einer Hilfe zur Erziehung steht die Umsetzung von Entwicklungszielen der entsprechenden Hilfeempfänger, wie Eltern bzw. Sorgeberechtigten und deren Kinder bzw. Jugendlichen. Entwicklungsziele für Sorgeberechtigte betreffen die Verantwortungsbereiche Fürsorge und Erziehung. Für Kinder und Jugendliche müssen die angestrebten Entwicklungsziele dazu führen, dass Sie Ihre Entwicklungsaufgaben, die vor Ihnen liegen bestmöglich bewältigen können.
Somit bilden die angestrebten Entwicklungsziele immer die Kompetenzen ab, die durch eine sozialpädagogische Hilfe verwirklicht werden sollen. Normalerweise müssen diese Kompetenzen durch den Leistungserbringer (freien Träger) gemeinsam mit den Klienten so erarbeitet werden, dass diese eindeutig und messbar sind. Da dies in der Praxis kaum erfolgt, liegt es in der Verantwortung des ASD die Ziele seines Auftrages so präzise wie möglich zu fassen. Nur so entsteht ein Mindestmaß an sinnvoller Kontrolle der Wirksamkeit einer Hilfe. Erst dann kann in den entsprechenden Hilfeplangesprächen vorrangig zu den zentralen Fragen reflektiert werden:

Inhalte des Seminars:

  • Grundlagen und Arbeitsphasen der professionellen Fallsteuerung
  • Arbeitsschritte im Planungsprozess der Hilfen zur Erziehung und Hilfeperspektiven
  • Problemdarstellung zur Begründung der Notwendigkeit einer Hilfe
  • Logische Bestimmung der Hilfeziele und der erforderlichen Kompetenzen für die Hilfeempfänger
  • Durchführung eines zielorientierten Auftragsgespräches
  • Reflexion der angestrebten Hilfeziele in Hilfeplangesprächen
  • an praktischen Beispielen Übung – Bestimmung eindeutiger Hilfeziele




Intensivkurs zur systemisch-lösungsorientierten Beratung

» Systemisch - lösungsorientierte Beratung (SLOB)

Curriculum der berufsbegleitenden Weiterbildung

In dieser berufsbegleitenden Weiterbildung erhalten Sie praktikable und schnell umsetzbare Methoden und Werkzeuge für die Beratungspraxis im Eingangsmanagement, der Beratung im Kontext von Trennung-Scheidung-Umgang und für die Gesprächsführung mit den Eltern wie Kindern bei der Planung von Hilfen.
In diesem Intensivkurs erlernen Sie das „Handwerk“ der Systemisch-lösungs-orientierten Beratung. Sie werden in der Lage sein, Menschen in unterschiedlichsten Problemlagen und Kontexten systematisch, Schritt für Schritt zu eigenen passenden Lösungen zu führen. Was charakterisiert die Systemisch-lösungsorientierte Beratung (SLOB) nach dem modell des iWS? In der systemisch-lösungsorientierten Beratung steht die lösung im Vordergrund der Reflexion. D.h. uns interessieren die Vorstellungen des Klienten zu seinen Zielen, den bisherigen Erfolgen, seinen Ressourcen sowie dem nächsten kleinsten Schritt. Diese Vorstellungen lassen wir dadurch entstehen, dass wir den Klienten gezielt und systematisch nach diesen Themen fragen. In unserem lösungsorientierten Ansatz sichern wir somit eine hohe Autonomie des Klienten und einen effizienten sowie stärkenden Interviewprozess.

Inhalte des Seminars:

  • Spezifik und Arbeitsweise der SLOB
  • kooperative Arbeitsbeziehung gestalten und Auftrag klären
  • präzise und umfassende Ziele bestimmen
  • Entdecken und Nutzbarmachen umfangreicher Ressourcen
  • Entwerfen konstruktiver Anregungen
  • Praxisreflexion und Supervision
  • Beratungen von Menschen in unterschiedlichen Motivationslagen
  • Live-Beratungen von Klienten
  • lösungsorientierte Arbeit mit traumatisierten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Anwendung von Methoden und Werkzeugen von SLOB in unterschiedlichen Kontexten, wie der Sozialpädagogik und der Führung von Menschen